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Samstag, 9. Mai 2020

Der Blog-Reboot - oder der Start ins neue Gartenjahr 2020

Hallo ihr Lieben!

Willkommen (oder willkommen zurück) auf Ready to Read, Eat & Live, meinem kleinen Gedankensammelsurium zu Büchern, Küche und Garten!

Dieser Blog sollte euch eigentlich durch meine Studienzeit in Frankreich begleiten, doch dann war der Zeitaufwand für Blog und Studium doch zu hoch. Jetzt möchte ich gerne den Blog wiederbeleben und habe schon ganz viele Ideen, auf die ihr euch freuen könnt!

Für alle, die den Blog noch nicht kennen, ist er in drei große Kategorien aufgebaut:

  1. Read: Lesen ist meine ganz große Leidenschaft, vor allem in der Richtung High Fantasy. Da ich aber auch an vielen Leserunden bei Lesejury und Lovelybooks teilgenommen habe, findet ihr hier ein großes Mischmasch für viele verschiedene Geschmäcker.
  2. Eat: Auch Kochen und Gärtnern sind meine Leidenschaft. Als Studentin des Umweltingenieurwesens und der nachhaltigen Tourismusplanung sowie der Umweltpädagogik gehört eine nachhaltige Ernährung als Baustein für das Gros der nachhaltigen Entwicklung einfach dazu. Deshalb bestelle ich meinen Gemüsegarten seit 2017 selbst (ja, das ist noch gar nicht so lange) und baue vor allem das Gemüse, das wir oft konsumieren und im Supermarkt nur selten in Bioqualität bekommen, selbst an. In dieser Kategorie möchte ich euch auf eine Reise durch mein jetziges und auch durch mein vergangenes Gartenjahr mitnehmen und euch gleichzeitig gesunde Rezepte vorstellen, von denen ihr bereits einige auf dem Blog finden könnt.
  3. Live: Hier geht es um Reisen und um das Leben in Frankreich. Wie war meine Schulzeit hier und mein Studium? Der pure Alltagswahnsinn? Hie und da vielleicht auch mal News von unseren großen Vierbeinern, die schon ein bisschen mein Leben bestimmen. Und natürlich Reisetipps :)
So, so weit so gut... nur: was habe ich denn jetzt für euch in den nächsten Wochen und Monaten geplant? Schaun wir doch mal gemeinsam:

Read: Es gibt hier einiges an Rezensionen aus den Wintermonaten aufzuholen ;) Darunter sind zum Beispiel...
  • die Broken Earth Reihe von N. K. Jemesin
  • die Dreamblood Reihe von N. K. Jemesin
  • ein Rückblick auf die Millenium's Rule Reihe von Trudi Canavan zum Anlass der Veröffentlichung des letzten Bandes im Mai 2020
  • die Spiegelreisende Reihe von Christelle Dabos
  • die Curse Worker Reihe von Holly Black
  • Erebos 2 von Ursula Poznaski
  • Das Herz der Zeit von Monika Peetz
  • die Zeitenzauber Reihe von Eva Völler
  • die Auf ewig Reihe von Eva Völler
  • The Clockmaster's Daughter von Kate Morton
  • To Kill a Kingdom von Alexandra Christo
  • Animant Crumbs Staubchronik von Lin Rina
  • Tales from the Shadowhunter Academy von Cassandra Clare
  • The Red Scrolls of Magic von Cassandra Clare
  • die Shadowhunter Kurzgeschichten von Cassandre Clare et al.
  • The Future of Us von Carolyn Mackler
  • Thirteen Reasons Why von Jay Asher
  • One of Us is Lying von Karen M. McManus
  • die Folk of Air Reihe von Holly Black
sowie 2 gerade laufende Leserunden auf Lovelybooks, seit gespannt, und meine Wunschliste !

Eat :
  • leckere vegetarische und pescetarische Rezepte
  • saisonale Gemüse- und Obsttipps
  • mein Gartentagebuch 2020 (mit Rückblick auf die vergangenen 4 Monate)
  • eine Review zum Gemüsegarten-Bootcamp von Wurzelwerk
  • eine Review zum Gemüsegarten starten-Onlinekurs von Wurzelwerk
  • Zusammenfassungen interessanter Tipps von Gartenyoutubern (unter anderem Le potager d'Olivier und Gartengemüsekiosk) mit meiner persönlichen Meinung und Erfahrungen
  • Reviews zu den Monatsheften von Saine Abondance (Permakultur)
  • was hat bei mir funktioniert und was nicht?
  • verschiedene Anbautechniken von Beet auf Rasen übers Hochbeet zu Urban Gardening
Live:
  • Reisetipps zu Verona, Venedig...
  • Reisetipps zu Oslo, Stockholm, Kopenhagen mit Value-Guide zu den Städtepässen
  • Reisetipps rund um Paris
  • Stangenübungen mit unseren Vierbeinern
  • der Ausreitguide für diverse Hindernisse ;) (also, unsere persönlichen Erfahrungen mit unseren Angsthasen)
und hoffentlich vieles, vieles mehr!

Ich will auf jeden Fall vieles ausprobieren und euch mit auf die Entdeckungsreise nehmen!

Habt ihr Lust?

Dann schaut euch doch gleich mal meinen Uploadplan an:
  • Mo: Gartentagebuch oder diverses aus der Kategorie "Eat"
  • Mi: Rezept
  • Fr: Rezension
  • So: diverses aus der Kategorie "Live" oder Gartentagebuch
Blätter euch doch schon mal ein bisschen durch den Blog, vielleicht findet ihr ja schon etwas, was euch gefällt!

Liebe Grüße und hoffentlich bis bald,
eure _serafina_

Dienstag, 18. September 2018

Listen: Weißer Fluch (Holly Black)

Das Geheimnis der Weißen Katze

(c) Thalia.de
Taschenbuch: 12,99 €
E-book: 9,99 €
Hörbuch: 13,95 €

Klappentext

Was geschieht, wenn alles, was du berührst, verflucht ist? In einer Welt, in der Magie seit Jahrzehnten verboten ist, sind allein sie mächtig – die Fluchmagier. Menschen, die Erinnerungen, Gefühle und das Schicksal mit der geringsten Berührung ihrer Hand verändern können. Menschen, die im Untergrund arbeiten. Cassel Sharpe entstammt einer solchen Familie von Fluchmagiern, doch er ist ein Außenseiter, der einzige normale Teenager in einer magisch begabten Familie. Es gibt nur ein kleines Problem dabei: Vor drei Jahren hat Cassel seine beste Freundin Lila umgebracht – und er weiß nicht, warum … (c) Thalia.de
 

Fazit

Holly Black besitzt ein Talent für Urban Fantasy. Sie stellt Cassels Geschichte so wirklich dar, dass es mich nicht wundern würde, wenn es morgen eine Schlagzeile über Fluchmagier in der Tagesschau gäbe. Wir folgen hier Cassel, der sehr pragmatisch mit der Tatsache umgeht, dass er zu den Fluchmagiern gehört und doch keiner ist. Aber er ist für den Tod seiner besten Freundin Lila verantwortlich, was ihn stark gezeichnet hat, und als er dann noch in die mafiösen Machenschaften seiner beiden Brüder hineinstolpert, kommen die Dinge erst so recht ins Rollen. Niemand ist, wer er zu sein scheint, und das Schlimmste für Cassel ist, dass er mitten drin steckt, ob wohl er mit der Welt der Fluchmagier nicht wirklich was am Hut hat. Spannend, witzig, neuartig und gefühlvoll. Volle Empfehlung!

Dienstag, 11. September 2018

Listen: Still Me (Jojo Moyes)

Lou & Will (Teil 2)

(c) Thalia.de
Gebundene Ausgabe: 22,99 €
Taschenbuch: 12,99 €
E-book: 5,49 €
Hörbuch: 12,63 €
 
 
... und dann kam irgendwann "After you" heraus. In mir kämpften zwei Seiten : die eine, die eine Reihe unmöglich nicht fertiglesen konnte, und die andere, die die wundervolle Erinnerung an Lou und Will nicht mit einem Buch zerstören wollte, das weiter nichts als Fanservice war, wenn man denn en Kritiken glaubte. Natürlich gewann der Bücherverschlinger in mir und ich las das Buch. Skeptisch zwar, aber ich habe schon so machen schlecht bewertete Buch gemocht, und hoffte bis zum Schluss. Nur, um es unbefriedigt zuzuschlagen und in den hintersten Winkel meines Bücherregals zu verbannen. Und, um zu weinen. Nicht, weil mich die Geschichte so berührt hätte, im Gegenteil : weil sie meine Lou zerstört hat.


Warum sollte ich mir dann "Still me" antun ?

Ich kann euch eines sagen : Autofahrten können manchmal ganz schön lang sein. Fahrt mal alleine von Paris 6 Stunden nach Straßburg. Viel Spaß. Französischen Radio kann ich jedenfalls nicht empfehlen. Also habe ich noch schnell, bevor ich losgefahren bin, mein liebes Audible gefragt, was es mir denn empfehlen könnte. Neben lauter seltsamen Vorschlägen stand da "Still me" einfach in der Liste und ich habe es mir kurzerhand, ganz spontan, gegen jegliches besseres Wissen, heruntergeladen.

Im Auto stelle ich routinemäßig erst mein Navi an, montiere es an der Fensterscheibe und hoffe, dass es nicht wieder herunterfällt, weil der Gummi zu weich wird. Es hat 30 Grad. Dann schließe ich mein Handy an und öffne die App. Auf geht’s…

Ich denke, ihr versteht meinen mangelnden Enthusiasmus. Ich hatte schon ganz verdrängt, was am Ende des 2. Buches aus Lou geworden war. Ah, die Erzählerin faselt etwas von New York… Jetzt dämmerte es wieder… Die englische Leserin hat übrigens eine sehr angenehme Stimme, gut verständlich, und vor allem bringt sie gut Lous Ausflipper rüber.

Der erste Teil - sei es nun dem nervenaufreibendem Pariser Verkehr geschuldet oder nicht - hat mich nicht sonderlich in die Geschichte hineingezogen. Lou wird, das ist nicht zu viel verraten, Personal Assistent von einer polnischen Masseuse, die einen reichen New Yorker geheiratet hat. So weit so gut. Auch das Auftauchen - dies provozierte übrigens zu Beginn einen herzhaften, genervten Seufzer meinerseits, untermalt von heftigem Gehupe der Pariser Autofahrer - eines Will-Clons änderte nichts an der Tatsache. Nathan, von dem ich gerne mehr gehört hätte, blieb ebenfalls recht schweigsam.

Ich war kurz davor, das Hörbuch abzubrechen und stattdessen auf "Das Wolkenschloss" von Kerstin Gier zu wechseln - oder, wahlweise, eine Runde Nickelback bei voller Lautstärke. Lous beständige Unentschlossenheit, die mich schon in "After you" an den Abgrund der Geduld gebracht hatte, war fast noch schlimmer als Pariser Nachmittagsverkehr.

"Nein, du beißt dich da durch!", sagte ich mir dann.

Nun, was soll ich sagen ? Ich habe irgendwann mal wieder zum Weinen angefangen, das war dann aber erst auf der Rückfahrt. Als Mrs Dewitt und Dean Martin näher in den Fokus rückten. Die alte Frau kam mir vor, als säße sie direkt neben mir im Auto und würde vor sich hin schimpfen. Für die, die das Buch gelesen haben, wird es etwas bedeuten, wenn ich sage, dass ich mich kaum noch halten konnte, als Lou diesen einen Brief bekam.


"Still me" hat für mich einiges gerettet, was "After you" zerstören wollte. Vielleicht scheiden sich in diesem Punkt auch die Geister, aber ich habe in "Still me "mehr Seele gespürt, die Charaktere so klar vor Augen gehabt, wie zuletzt in "Me before you". Es war natürlicher als sein Vorgänger, fühlte sich weniger gezwungen an, eine neue Geschichte zu erzählen.

Und dennoch : wenn ihr "Me before you" wirklich liebt, lasst bitte die Finger von den Nachfolgern. Sie werden euer Herz nicht wieder zusammenflicken, im Gegenteil. "After you" wird es nur noch mehr zerfleddern, aber nicht im selben, positiven Sinn. Da reicht das Pflaster on "Still me" kaum aus.

Mittwoch, 5. September 2018

Rezension: The Fifth Season (N. K. Jemisin)

"Syenite, cut and polished"

Ich habe das Buch in Oslo am Flughafen gesehen, die Beschreibung gelesen und es abphotographiert. Fast ein Monat später habe ich es mit dann doch bestellt...
 
Teil 1 der Broken Earth-Reihe.
 
(c) Thalia.de
Taschenbuch: 8,99 €
E-book: 5,99 €
 

Klappentext

THIS IS THE WAY THE WORLD ENDS . . .
FOR THE LAST TIME.
 
IT STARTS WITH THE GREAT RED RIFT across the heart of the world's sole continent, spewing ash that blots out the sun.
 
IT STARTS WITH DEATH, with a murdered son and a missing daughter.
 
IT STARTS WITH BETRAYAL, and long dormant wounds rising up to fester. This is the Stillness, a land long familiar with catastrophe, where the power of the earth is wielded as a weapon. And where there is no mercy. (Thalia.de) 
 

Cover

Ein Ausschnitt, aus einer bröckelnden Wand. Mehr brauchen wir nicht, um zu verstehen, dass die Welt droht, unterzugehen. Das Ende einer glanzvollen Zivilisation naht.
5 Sterne
 

Inhalt

Ein mächtiger Mann beschwört die Mächte herauf, die die Welt von Stillness alle paar Jahrhunderte oder Jahrtausend in Zeiten der Unruhe und der natürlichen Katastrophen stürzen: die Fünfte Jahreszeit. Doch diesmal ist der Ursprung dieses Wandels ein einzelner Mensch und nicht der Zorn von Vater Erde. Und diesmal wird mit der Fünften Jahreszeit die Welt untergehen...
Damaya ist auch eine von ihnen. Eine dieser Kreaturen, die das Reich Sanze zu seinen Knechten macht, um seine Siedlungen und seine Bevölkerung zu schützen. Als sie an einen Hüter verkauft wird, beginnt ihre Ausbildung auf grausame Art und Weise. Denn die Grits müssen lernen, dass sie ohne ihre Hüter gar nichts sind...
Syenite hat sich bis zu ihrem vierten Ring hinaufgearbeitet und strebt an, eine der mächtigsten ihres Ordens zu werden. Dann schickt man sie zum einzigen Zehn-Ringer, Alabaster, mit der Mission, ein Kind zu zeugen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise in die Küstenstadt Allia, deren Hafen von einem Korallenriff blockiert wird. Doch dann geht alles schief: Alabaster wird vergiftet und Syenite deckt eins der größten Geheimnisse der Menschheit auf. Was den Hütern gar nicht gefällt...
Und Du bist mittendrin. Du bist eine Frau, die gar nicht in dieses Dorf gehört. Du bist eine Mutter, deren Sohn von seinem Vater grausam erschlagen und deren Tochter entführt wurde. Du bist eine von wenigen Verhassten, denn du hast die Macht, die Kräfte der Erde zu kontrollieren. Du könntest du Welt zum Einsturz bringen.
5 Sterne
 

Erzählstil und Charaktere

Wir folgen drei Protagonisten.
Damaya, die angsterfüllt ihre Ausbildung zur Orogenen beginnt. Mit Damaya lernen wir das Fulcrum und die Order kennen. Damaya durchlebt harte Zeiten geprägt von Gewalt und Missgunst, aber sie deckt auch ein Geheimnis des Fulcrums auf, das bittere Konsequenzen für sie haben könnte.
Syenite hat ihre Ausbildung bereits hinter sich und zeigt uns die dunklen Seiten der Medaille. Denn das Fulcrum züchtet Orogene, da Fulcrumgeborene leichter zu manipulieren sind als Wilde. Und was passiert mit den Kindern, dir ihr Talent nicht kontrollieren können? Und wie steht die Außenwelt der zerstörerischen und gleichzeitig heilbringenden Macht der Orogenen gegenüber? Syenite ist eine starke, entschlossene Frau, die sich auf ihrer Reise mit Alabaster langsam aus den Ketten des Fulcrums löst und die wahren Ausmaße ihrer Macht kennenlernt.
Und die größte Überraschung: Du bist auch dabei. Die Autorin hat Dir auch eine Rolle in diesem Buch zugedacht. Und das hat mich ab der ersten Seite vom Hocker gerissen. Es ist nur ein Stilmittel und doch: es sind Deine Gefühle, als du Deinen toten Sohn entdeckst. Es ist Dein Misstrauen, das Du Deinen Gefährten gegenüber bringst. Und es ist Dein mulmiges Gefühl im Magen, dass Deine Vergangenheit droht, Dich einzuholen, während die Welt um Dich herum untergeht.
5 Sterne
 

Fazit

N. K. Jemisin hat mit diesem Buch viele Highlights im Fantasy-Genre gesetzt. Mit ihrer phantastischen Welt, in der manche Menschen so viel zerstörerische Kraft besitzen, dass sie die Tektonik beeinflussen können, schafft sie ganz neue Meilensteine in der Literatur. Wir haben es hier mit einer ganz anderen Dystopie zu tun, als wir sie eigentlich kennen, denn Jemisin setzt nicht die Technik oder eine Krankheit als Ursache der Vernichtung der Menschheit an, nein. Es sind Menschen, die dies zu tun vermögen. Gleichzeitig spricht sie das sensible Thema der Minderheitenverfolgung an, denn das ist es, was Damaya und Syenite widerfährt. Die Orogenen sind eine Minderheit, die von den Machthabern in ein Lager gebracht und anschließen für ihre Zwecke (vornehmlich zwar gute Zwecke) ausgenutzt werden. Sie werden eher als Mittel gesehen, wie das Beispiel von Alabasters Kindern zeigt. Mittel, die genutzt, ausgenutzt und übernutzt werden können. Und letztlich ist es Jemisins gewählter Erzählstil, der mein Herz höher schlagen lässt. Der Leser wird durch die direkte Ansprache regelrecht in die Geschichte hineingezogen und nicht mehr freigegeben, bis sich die drei Handlungsstränge zu Buchende auf überraschende Weise kreuzen.
5 Sterne

Dienstag, 4. September 2018

Listen: Me Before You (Jojo Moyes)

Lou & Will (Teil 1)

(c) Thalia.de
Gebundene Ausgabe: 24,99 €
Taschenbuch: 8,85 €
E-book: 6,99 €
Hörbuch: 32,99 €
 
 
Ich warne euch wohl besser einmal vor: das hier wird eine Rezension der etwas anderen Art. Nicht so strukturiert mit Abschnitten und detaillierten Sternen, wie ihr es von mir gewöhnt seid. Ich verbinde mit diesem Buch (und seinen Nachfolgern) nämlich eine besondere Geschichte... Also legt die Beine hoch und lest einfach mit.
 
 
Ich habe Me Before You damals am Bahnhof in Frankfurt gekauft, als ich meinen Zug nach Würzburg verpasst habe, weil der Zug von Krefeld nach Frankfurt gecancelt worden war. Es war mein erstes Buch von Jojo Moyes und, damals, die erste Liebesgeschichte seit Langem. Während der Wartezeit und der anschließenden Zugfahrt, habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Ich weiß noch genau, wie mir damals in der Schwüle des Bahnsteiges die ersten Tränen über die Wangen gelaufen sind. Das war die Stelle, an der Lou Wills Fall aufgeben wollte - falls ihr euch wundern solltet: ja, ich habe 5 Stunden warten müssen.
 
 
Einige Wochen später kam dann der Film mit Emilia Clark und Sam Claflin in die Kinos. Ich kannte das Buch inzwischen auswendig und sprach die Dialoge in meinem Kopf mit. Ich sah jedes Detail, das übernommen oder weggelassen wurde – und weinte abermals. Im Kino saßen damals hauptsächlich Frauen, allen Alters, aber auch der eine oder andere männliche Begleiter. Um meine Freundin und mich fing es schon sehr früh herzhaft zu schniefen an und am Ende reichten alle Taschentücher nicht mehr aus. Selten habe ich einen Film gesehen, der alle Zuschauer im Kino dermaßen miteinander verbunden hat. Als die Leinwand wieder schwarz wurde, haben wir alle gelacht über unsere Emotionen. Die Geschichte um Lou und Will war einfach so perfekt… herzzerreißend ehrlich, aufrichtig und keineswegs weichzeichnend.
 
 
Im Moment höre ich das Hörbuch. Die Leserin des englischen Hörbuchs scheint nicht dieselbe zu sein, wie beim dritten Band, aber sie macht ihren Job sehr, sehr gut. Es scheint mir fast, als würde Lou neben mir im Auto sitzen und mir ihre und Wills Geschichte erzählen.
 
Ich muss immer wieder schmunzeln und lächle stumm vor mich hin. Zum Beispiel, als Lou, die immerhin 27 ist, sich mit ihrer kleinen Schwester um die Zimmerverteilung im Elternhaus streiten muss. Oder als Will das erste Mal von Lou und ihrem "Running Man" Patrick hört. Oder wenn Lou Patrick mal wieder beim Training hinterher keucht, der Busen nicht so recht im BH halten will... Ich spüre regelrecht Lous Seitenstechen und bin ganz bei ihr, in ihrem kleinen Örtchen mit der Burg.
 
Und dann gibt es stellen, bei denen mir Tränen in den Augenwinkeln kitzeln, und ich mich ermahnen muss, dass es keine gute Idee ist, jetzt zu weinen, da gerade rechts von mir ein Motorrad zwischen der linken und der mittleren Spur um den Arc de Triomphe vorbeizischt. Zum Beispiel, als Lou von Wills Vorhaben erfährt - ein umstrittenes Thema, ja, aber Für extrem selbst bestimmte Menschen scheint es fast der einzige Ausweg ab einem bestimmten Punkt im Leben. Meine Mutter hat schon sehr früh mit mir darüber geredet. Oder als Will Lou die Challenge stellt, den Weg in und aus dem Labyrinth bei der Burg zu finden, und Lou zusammenbricht und nur ihm erzählen kann, warum sie ihr langweiliges Leben so lebt, wie sie es tut.
 
 
Seid also vorsichtig, wann ihr euch das Hörbuch gönnt. Für Pariser Straßenverkehr ist es nicht unbedingt geeignet!
 
Und lest auf keinen Fall den 2. Band. Künstliche Happyends sind das schlimmste, was es gibt.

Mittwoch, 29. August 2018

Rezension: Roma Nova (Judith Vogt)

"Wo ist dein Herz?" - "Es ist verrostet."

Allem voran an ganz großes Dankeschön an die Autorin, an Bastei Lübbe und an LovelyBooks, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte!
 
Eigentlich ist Science Fiction ja nicht so meins. Wirklich nicht. Aber das Imperium Romanum als Planet im Sternenhaufen des Mare Nostrum? Das musste ich, als Geschichtsfan und Buchsüchtige, natürlich mal ausprobieren!
 
(c) Thalia.de
Taschenbuch: 11,00 €
E-book: 8,99 €
 
 

Klappentext

Das Römische Imperium hat das All in Besitz genommen. Seine Legionen haben Planeten erobert, fremde Völker unterworfen und versklavt. Doch im Hades, einem Schwarzen Loch am Rande des Mare Nostrum, lauern dämonische Kreaturen, die nur darauf warten, Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Und auch auf dem Planeten selbst brodelt es: Der Gladiator-Sklave Spartacus will sich nicht länger seinem Schicksal ergeben und zettelt einen Aufstand an … (Thalia.de)
 

Cover

Das Cover zeigt sowohl klassizistische wie futuristische Elemente und zeigt so voll und ganz das Universum, das Judith Vogt geschaffen hat. Man glaubt sich im Regierungsbezirk Washington D.C.s in tausend Jahren. Gleichzeitig ist die Szene in einen goldenen Hoffnungsschimmer getüncht. Passt prima zum Buch! (Der Roman basiert ursprünglich auf einem Concept Design eines Regisseurs.)
5 Sterne
 

Inhalt

Die Patriziertochter widersetzt sich dem Befehl ihrer Mutter und wohnt einem rauschenden Fest auf dem Raumschiff ihres Vater Lucius Marinus bei. Doch das Fest steht unter keinem guten Stern: dämonische Krieger durchdringen die Energieschilde und stürzen sich auf die Besatzung und die Gäste. Auf der Flucht wird der Sklave Ianos zwar niedergeschlagen, doch die geheimnisvolle Sklavin des Legaten Lucius Marinus, Morisa, lässt ihn am Leben und überreicht ihm stattdessen ein Amulett. Zusammen mit Constantia und ihrem Vater gelingt Ianos die Flucht. Seine Belohnung: er darf Gladiator werden. Währenddessen spinnt Morisa ihre Fäden von der düsteren Hades-Galaxie aus und übt Rache an Lucius Marinus und seiner Familie. Bald befällt ein seltsamer Fluch die Familie und Constantia trifft Ianos, der in der Arena im sein Leben kämpft, im Traum wieder...
4,5 Sterne
 

Erzählstil und Handlung

Die Handlung dreht sich einerseits um Morisas Rache, die diese von weit entfernt an der Marinerfamilie übt. Andererseits geht es auch um die Verteilung der sechs göttlichen Herzen unter den Gladiatoren, die sich zur Unterhaltung des römischen Publikums bis auf den Tod bekämpfen. Das Bindeglied sind Constantia und Ianos, die seit ihrer Flucht vor den Hadesdämonen auf geheimnisvolle Art und Weise verknüpft sind. Ist es Liebe oder hat es mit Morisas Fluch zu tun?
Das Rom in der Zukunft ist authentisch und völlig funktionsfähig. Es ist glaubwürdig, dass es dieses Imperium Romanum geben wird, das einen ganzen Planeten verschlugen und mehrere Sonnensysteme versklavt hat. Wir erleben einen guten Mix aus Science Fiction Tech und römischer Kultur und Gesellschaft. Interessanter Weise passen diese beiden scheinbaren Gegensätze perfekt zusammen!
Judith Vogts Erzählung ist voller Details (von "Flughundmolke" bis hin zu Piercings, die Energieschhilde aktivieren), Phantasie und Spannung. Die Autorin erzählt rasch, realitätsgetreu und packend. Ich musste das Buch in einer Nacht durchlesen - der Schlaf hat darunter allerdings ein bisschen gelitten.
4 Sterne
 

Charaktere

Die Charaktere sind in meinen Augen der Schwachpunkt des Buches. Das Hightlight (und das einzige dieser Art) ist Constantia, die Patriziertochter. Viele Elemente der Geschichte wirken auf ihre Persönlichkeit ein:
- ihr unbedeutender Platz als Frau in der römischen Gesellschaft, den sie zunächst akzeptiert;
- ihre plötzliche, unerwartete Verbindung zu Iaonos, die sie ängstigt, aber auch neugierig macht und ihr zeigt, dass Sklaven auch Menschen sind;
- ihre neuste Anschaffung, eine Maske, die sie zu ihrer Dienerin macht, und mit der sie sich freier in Rom bewegen kann;
- und nicht zuletzt Morisas Fluch, der sie schwächt und zu einem frühen Ende verdammt, was ungeahnte Kräfte in ihr weckt.
Alles in allem macht Constantia als Einzige einen Wandel über die Dauer der Geschichte mit. Dieser ist natürlich durch ihre Ausgangsposition begünstigt, doch da andere Charaktere fast ebenso viel "Pagetime" haben wie sie, hätte ich mir gewünscht, dass sich auch Ianos, Spartacus, Morisa und Marius entwickeln. Was sie leider, in meinen Augen, nur minimal, wenn überhaupt tun.
3 Sterne
 

Fazit

Judith Vogt beschert uns mit Roma Nova eine unterhaltsame und packende Fantasy-Geschichte, die uns zugleich in die Zukunft und ins Alte Rom entführt. Alte Traditionen (Gladiatorenkämpfe) werden nicht nur aufgegriffen, sondern aufgepeppt (Mediatisierung, göttliche Herzen). Zwischen Technik, Magie, Gewalt und Gefühlen muss Constantia ihren Platz in der Welt finden. Judith Vogt hat viele Ideen, die dieses Buch lebendig werden lassen, die ich hier allerdings nicht alle ansprechen werde. Entdeckt sie doch selbst, indem ihr das Buch lest! Ich sehe viel Potential für eine Fortsetzung, besonders in Constantias Bruder Marius und der "Unterwelt" Roms.
4 Sterne
 
 
[Diese Rezension beruht auf meiner eigenen, ehrlichen Meinung und wurde in keiner Weise durch die Bereitstellung des kostenlosen Leseexemplars beeinflusst.]

Dienstag, 28. August 2018

Rezension: Filmpferd in Not (Antje Szillat)

Zufriedenstellender Einstieg in eine neuen Pferdebuchreihe

Zu Beginn ein großes Dankeschön an die Autorin Antje Szillat, den dtv Junior Verlag und an LovelyBooks für die Möglichkeit, an dieser Leserunde teilnehmen zu dürfen.
 
Filmpferd in Not ist der erste Band einer neuen Pferdebuchreihe um die drei Jugendlichen Mila, Kata und Nelly, das Casparon-Gestüt mit seinen edlen Pferden und die DreamLand-Filmstudios. Pferde und ein Filmstudio? Das klingt nach einem Rezept für ganz viel Lesespaß für Pferdefans!
 
(c) Thalia.de
Gebundene Ausgabe: 9,95 €
E-book: 8,99 €
Hörbuch: 6,65 €
 
 

Klappentext

Mila, Kata und Nelly sind begeisterte Reiterinnen und verbringen jede freie Minute auf dem Gestüt Casparon, wo auch die Pferde des benachbarten DreamLand-FilmStudios eingestellt sind. Doch hinter der Traumkulisse warten dunkle Geheimisse und spannende Kriminalfälle auf die drei Pferdefreundinnen! Mila freut sich wahnsinnig auf ihr Praktikum auf dem Gestüt. Doch dann entdeckt Mila den völlig verstörten Hengst Rashun, dessen Box so gar nicht zu dem sonst so vorbildlichen Gestüt passt. Zusammen mit ihren neuen Freundinnen setzt sie alles daran, hinter das Geheimnis des jungen Filmpferds zu kommen, und riskiert dafür alles ... (Thalia.de)
 

Cover

Das Cover reiht sich ein in die geschmackvollen und schlichten Cover so viele Pferdebuchreihen und bringt dennoch ein Klecks Neuheit mit dem bunten Farbfleck samt Klappe und Kamera. Und so ein süßes Pferd! Als Jugendliche hätte ich bestimmt danach gegriffen!
4,5 Sterne
 

Inhalt

Mila ist neu in der Stadt und tritt auf dem Gestüt Casparon ihr freiwilliges Ferienpraktikum an. Nachdem sie auf recht ungeschickte Weise Bekanntschaft mit Kata, Nelly und Katas Schwester Saskia (Influencerin) gemacht hat, entdeckt sie einen seltsamen Verschlag im Hauptstall, der so gar nicht zu dem Pikobello-Image des Gestüts passt. Mila möchte natürlich herausfinden, was sich in dem Verschlag verbirgt und ist aufgebracht: wie kommt man dazu, ein Pferd so einzusperren? Voller Tatendrang legt sie alles daran, Rashun zu befreien. Ob ihr Kata, Nelly und der mysteriöse Stuntman Leo zu Hand gehen werden?
4 Sterne
 

Erzählstil, Charaktere und Handlung

Für einen guten Einstieg in eine neue Pferdebuchreihe ist in diesem Buch alles gegeben.
Die Hauptcharaktere Mila, Kata und Nelly sind äußerst sympathisch, lebendig und authentisch, obwohl die drei doch sehr verschieden aufwachsen. Dennoch werden sie schnell Freundinnen und stecken den Leser mit ihrer Begeisterung für das Reiten regelrecht an.
Das Umfeld, in dem die Geschichte angesiedelt ist, bringt auch viel frischen Wind in das Pferdebuchgenre. Filmpferde und ein Filmstudio versprechen viele Abenteuer und eine bisher wenig bereiste Welt in diesem Genre.
Gerne hätte ich allerdings noch ein bisschen mehr über die Hauptpersonen und das Gestüt bzw. dessen Besitzer erfahren und noch ein paar kurze Einblicke in den Gestütsalltag gehabt, bevor die Action so richtig losgeht.
Antje Szillat wählt eine flotte Erzählweise, die den Leser sofort mitreißt. Natürlich wollen wir wissen, was sich nun hinter Rashun verbirgt!
(4 Sterne)
 
Das einzige echte Manko ist die doch sehr schnelle Auflösung des Problems. Ein oder zwei Kapitel mehr hätte das Buch schon vertragen, um den Konflikt etwas mehr aufzubauschen. Deshalb einen Punkt Abzug in dieser Kategorie).
3 Sterne
 

Fazit

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, da es ein kurzweiliges und munteres Abenteuer ist. Ich habe mich in meine Jugend zurückversetzt gefühlt, in der ich bis tief in die Nacht Bille und Zottel oder Pferdeparadies Weidenhof gesuchtet habe. Antje Szillat legt hier den Grundstein für eine unterhaltsame Jugendbuch/Pferdebuchreihe. Wenn der flotte Erzählstil beibehalten und noch ein paar mehr Details dazukommen werden, kann nichts schiefgehen.
3,75 Sterne
 
[Für diese Rezension wurde mir ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Diese Rezension beruht auf meiner eigenen, ehrlichen Meinung und ist dadurch nicht beeinflusst.]

Mittwoch, 15. August 2018

Listen: Die Eule von Askir (Richard Schwartz)

22stündige Entdeckungsreise der Ewigen Stadt


(c) Thalia.de
Taschenbuch: 14,00 €
E-book: 10,00 €
Hörbuch: 9,50 € (audible Guthaben)

Kurzrezension

Die gesamten Askir/Götterkriege-Reihen stehen in meinem Bücherregal. Die Eule von Askir ist der einzige Band, den ich mir als Hörbuch gegönnt habe. Richard Schwartz Erzählstil bringt mich immer zum Schmunzeln - egal ob gelesen oder gehört.
 
Dieser Band findet vor dem Eintreffen der Gefährten in Askir statt. Seit langen Jahren gibt es endlich wieder eine Eule, die junge rothaarige Desina. Als ein Diener der aldanischen Botschaft auf grausame Weise ermordet wird und eine seltsame Wolfskopfstatue in die Hände ihres Ziehbruders und berüchtigten Diebes Wiesel gerät, wird Desina damit betraut den Mörder zu finden. Ihre Vermutung: seit Langem treibt wieder ein Seelenreiter sein Unwesen in Askir. Sie soll zwar Recht behalten, doch die Wahrheit ist noch viel gefährlicher...
 
Gewohnt ausführlich, detailreich und ruhig (für manch einen vielleicht etwas schleppend) erzählt Richard Schwartz diese Geschichte, in der sich die Vorfälle häufen. Die Protagonisten sind einfallsreich und mutig. Allerding schreitet die Handlung sehr langsam voran. Das muss man schon mögen.
 
Stabsleutnant Santer nimmt in diesem Band Havalds Rolle als gelassener Soldat ein, wobei ich Desina deutlich angenehmer als weibliche Hauptperson empfinde als Leandra in der Askir-Reihe oder Serafine in der Götterkriege-Reihe, da Desinas Zuneigung zu Santer nicht zu ständigen, unnötigen Keifereien führt und Desina nicht als zu selbstüberzeugt dargestellt wird. Überhaupt ist Desina eine sehr sympathische Protagonistin, die nicht davor zurückschreckt, ihre Grenzen zu gestehen oder um Hilfe zu bitten. Gleichzeitig glüht sie vor Lebensfreue und Neugier, die besten Voraussetzungen für eine Eule.

Auch wenn die Charaktere sehr glaubwürdig dargestellt sind, ist zieht sich dieser Band doch ein wenig. Die Handlung ist spannend, wird aber zu schleppend entsponnen. Es ist leider nicht das beste Buch von Richard Schwartz.

3,5 Sterne

Dienstag, 14. August 2018

Rezension: Das Rote Adressbuch (Sophia Lundberg)

Eine Hymne an alle Großmütter


(c) Thalia.de
Gebundene Ausgabe: 20,00 €
E-book: 14, 99 €
Hörbuch: 13,95 €

Inhalt:

Doris steht am Ende ihres Lebens. Pflegerinnen, Schmerzen und Eintönigkeit gehören nun zu ihrem Alltag - doch das war nicht immer so. Als sie mit 13 Jahren nach dem Tod ihres Vaters das Haus verlassen muss, um selbst Geld zu verdienen, beginnt für sie eine lange, bewegte Reise, die leider nicht nur die Lichtseiten der berühmten Städte Paris, New York und Stockholm kennt. Jetzt, in ihrem Lebensabend, schreibt sie ihre vielen Erinnerungen für ihre Nichte Jenny anhand eines Adressbuchs nieder, in dem sie die Namen derjenigen Menschen vermerkt hat, die ihren Lebensweg gezeichnet haben. Hinter zu vielen steht inzwischen: TOT...
5 Sterne
 

Cover:

Das Cover ist einzigartig schön. Manchmal braucht es nicht viel, für einen ansprechenden Umschlag. Es sieht aus, wie eines dieser seidenen Notizbücher und passt daher sehr gut zum Titel.
5 Sterne
 

Erzählstil und Handlung:

Die Erzählung wechselt zwischen der Er- und der Ich-Perspektive hin und her, was Doris' gedankliche Zeitreise in ihre eigene Vergangenheit deutlich macht. Ihr gegenwärtiges Ich hat mit dem Leben abgeschlossen (Er-Perspektive). Ihr vergangenes Ich war voller Leben (Ich-Perspektive). Im Verlauf des Buches ermöglicht diese Perspektivenwahl Jennys Eintritt in die Geschichte.
Die Autorin schildert bildreich und gefühlvoll die verschiedenen Etappen von Doris' Leben anhand der Adressbucheinträge. Verabschiedet sich eine Person aus Doris' Leben, erscheint der Name durchgestrichen und mit "TOT" markiert als Überschrift. Ich finde diese Art, zu erzählen, sehr gut gewählt, denn es sind die vielen verschiedenen Menschen, denen wir begegnen, die unsere Lebensbahn beeinflussen.
Sophia Lundberg nimmt uns mit auf eine Reise in die Städte der Träume, Paris und New York, in den 30er bis 40er Jahren, und zeigt uns sowohl die Licht- wie auch die Schattenseiten anhand von Doris' ungewolltem Job als Mannequin und ihrer unglücklichen Liebe zum Amerikaner Allan Smith. Wir fiebern mit Doris mit, hoffen bei jeder neuen Seite auf einen Lichtblick, auf ein Happy-End, dass es ihr ermöglicht, mit ihrem Leben endgültig, zufrieden abzuschließen.
5 Sterne
 

Charaktere:

Von meinen Großmüttern kenne ich Doris' Haltung im Hier und Jetzt sehr gut. Zu Beginn ist sie für den Leser sehr schwierig zu verdauen, ein wenig deprimierend sogar, wenn Doris sich selbst als "alte Schrulle" bezeichnet und Jenny immer wieder mitteilt, dass es bald so weit ist. Tatsächlich aber ist Doris, wie meine Großmütter auch, ein Mensch voller Leben und voller Liebe, die sich stets ihrer Familie verschrieben hat und zu früh erwachsen werden musste. Die Zwischenkriegs- und Nachkriegsgenerationen hatten keine einfache Jugend, fiel doch die Welt um sie herum zu Schutt und Asche. Umso bemerkenswerte finde ich es, wie wichtig sie die Familie einstufen und über alles andere stellen.
Jenny steht in der Mitte ihres Lebens, verheiratet mit 3 Kindern, und vermisst ihre Großtante Dossi sehr, da es in ihrer Ehe grieselt und sie sich aufgrund der Kinder nie selbst verwirklichen konnte. Als die Nachricht von Doris' zunehmend schlechteren Gesundheit Amerika erreicht, beschließt sie sofort, zu ihr nach Stockholm zu fliegen - komme, was wolle. Diese Entscheidung stellt sie und ihren Ehemann Willie auf eine harte Probe: die Entscheidung zwischen ihrer neu gegründeten Familie und ihren eigentlichen Wurzeln. Ich bin froh, dass sie sich für Doris entscheidet, schließlich ist ihre Beziehung etwas ganz besonderes.
5 Sterne
 

Fazit:

Dieses Buch regt zum Nachdenken an. Über die Freude über die kleinen Dinge im Leben. Über den Platz der Familie. Über die schwierigen Zeiten, die unsere Großeltern erlebt haben, die sich trotz allem immer mit viel Liebe und Hingabe um uns gekümmert haben. Ich freue mich, dieses Buch gelesen zu haben, und ich freue mich, meine Großmütter bald wiederzusehen und in die Arme zu schließen. Vielen Dank!
5 Sterne
 
[Vielen lieben Dank an Lovelybooks.de für die Zusendung eines kostenlosen Rezensionsexemplars. Diese Rezension beruht auf meiner eigenen, freien Meinung.]
 
 

Dienstag, 7. August 2018

Rezension: Mein wunderbares Bücherboot (Sarah Henshaw)

Wofür ich dankbar bin...

 
(c) Thalia.de
Gebundene Ausgabe: 19,95 €

E-book: 15,95 €
 

 

Cover:

Das Cover ist einfach traumhaft. Ich liebe gezeichnete Cover. Es wirkt, wie der Umschlag einer Märchengeschichte und nimmt sich nicht zu ernst.
5 Sterne
 

Inhalt:

Sarah hat vor ein paar Jahren mit der finanziellen Unterstützung ihrer Eltern und ihres Freundes Stu einen schwimmenden Buchladen auf dem Narrowboat Joseph eröffnet. Doch wie es mit vielen Buchhandlungen heutzutage läuft, scheitert auch Sarah daran ein gutes Geschäft zu machen. Die finanzielle Unsicherheit nagt nicht nur an ihr, sondern auch an ihrer Beziehung zu Stu. Bis sie schließlich ihre Sachen packt und sich mit Joseph in ein neues Abenteuer auf den englischen Kanälen stürzt. Dort tauscht sie Bücher gegen Essen, Dusche und Unterkunft und lernt viele Leute kennen. Nur was bedeutet ihre Reise letztendlich für sich selbst und für ihre Buchhandlung?
5 Sterne
 

Erzählstil und Handlung:

Sarah Henshaw nimmt uns mit auf eine bruchstückhafte Reise der Erinnerung an ihre Zeit auf dem Kanal. Somit handelt es sich um eine romantisierte Autobiographie über das Leben einer jungen, schwimmenden Buchhändlerin. Ich finde gerade die bruchstückhafte Darstellung der Ereignisse, mit vielen Einwürfen zu gelesenen Büchern und deren Bedeutung in Sarahs Leben sowie eingestreuten Erinnerungen und deren Auswirkungen auf die Sarah von heute, sehr ansprechend. Man kann sich gut vorstellen, wie Sarah so stundenlang die Kanäle hinaufschippert und mit sich selbst alleine ist. Daher ist diese Geschichte für mich weniger ein gefühlvolles Plädoyer für den Einzelhandel (was es natürlich trotzdem ist), sondern die Erzählung einer Selbstfindung. Sarahs Generation (die heutigen Leute um die 30) hat meines Erachtens viel mit den hohen Erwartungen zu kämpfen, die sie sich selber für ihr Leben gesteckt haben, und auch dem hohen Leistungsdruck der heutigen Gesellschaft. Es scheint schwierig, seinen großen Traum zu verwirklichen, wenn er nichts mit erfolgreichem Banking zu tun hat.
5 Sterne
 

Charaktere:

Die Protagonistin ist die Autorin selbst. Manchmal versteht mein ihre kindliche Art nicht so ganz und würde ihr gerne sagen: „Reiß dich doch mal zusammen, Mädel!“, doch genau das macht den Charakter authentisch. Gleichzeitig ermöglicht dieser kindliche Blickwickel auch, dass sich Sarah über kleine Dinge freuen und staunen kann. Über das Buch hinweg merkt der Leser, wie sie reift und selbst bemerkt, dass ihre Reise viel mehr ist, als die missionarische Mission, die sie sich selbst gesetzt hat. Sie betrachtet die Beziehungen zu ihren Eltern, Freunden und zu Stu immer wieder neu. Sie wächst auch von einer jammernden, teils unfähigen jungen Frau zu einer ambitionierten, einfallsreichen Geschäftsfrau, ohne ihre Liebe für die Fantasie zu verlieren.
Stu ist der stete Begleiter, anwesend oder abwesend, dieser Geschichte. Nach ihrer Trennung zu Beginn des Buches vor der Reise, steht er Sarah trotzdem mit Geld und Tat zur Seite, nimmt mit ihr an einem Wettrennen teil und überwindet mit ihr eine schwierige Passage bei Gewitter und Sturm, die man gleichsam als Metapher für ihre gescheiterte Beziehung sehen kann. In jedem Augenblick, da er erscheint, weiß der Leser um seine Liebe zu Sarah, die ihren Weg im Leben noch nicht so richtig gefunden hat (in der Gewitterpassage hält sie etwa die Karte falsch herum).
Sarahs Eltern erscheinen immer wieder kurz, man erfährt nicht viel über sie, außer dass sie ihre Tochter stets unterstützen. Gleichzeitig ist es gut, dass man sie selten sieht. Sarah wird schließlich erwachsen in dieser Geschichte.
5 Sterne
 

Fazit:

Dieses Buch ist für ich das Highlight meines Sommers. Sarahs reflektierte Art, auf die Zusammenhänge zwischen ihrer Kindheit, ihren geliebten Büchern und dem Hier und Jetzt zurückzublicken und daran zu wachsen, sollten uns allen ein Beispiel sein. Ich denke, es schadet nicht, wenn sich jeder einmal eine solche Auszeit nimmt und über sein Leben nachdenkt: ob man da ist, wo man sein wollte; ob einen seine Arbeit und Beziehung erfüllt; und wie uns unsere Vergangenheit geprägt hat. Sarah wächst in diesem Buch und bleibt doch sie selbst. Besonders ihr Verhältnis zu Stu, das eigentlich über allem steht, hat mich sehr berührt.
5 Sterne

Mittwoch, 1. August 2018

Kurzrezension: Magisterium 4 (Holly Black & Cassandra Clare)

Ist es falsch, sich seinen besten Freund zurückzuwünschen?

(c) Thalia.de
Gebundene Ausgabe: 17,00 €
E-book: 12,99 €
Hörbuch: 13,99 €

Klappentext:

Callum und Tamara haben einen schrecklichen Verlust erlitten. Sie wissen zwar endlich, wer im Magisterium ihr Gegenspieler ist. Aber sie können sich nicht sicher sein, wer sich im Kampf auf ihre Seite schlagen wird. Während sich die Kräfte des Bösen weiter im Hintergrund sammeln, gerät Callum immer stärker in eine Zwickmühle. Da er das Erbe des Feindes des Todes in sich trägt, könnte er dessen dunkle Gabe nutzen und für sich und seine Freunde geliebte Menschen vom Tod zurück ins Leben holen. Doch welchen Preis muss er zahlen, wenn er sich wirklich mit dem Bösen einlässt?

Fazit:

In diesem Band steht Call vor den bisher schwierigsten Entscheidungen in seinem Leben. Es ist damit der bisher düsterste Band der Reihe. Call befindet sich auf der Flucht - was führt Alex' Stiefmutter im Schilde, als sie ihn und Tamara zu Meister Joseph bringt? Als Leser fühlt man sich nahezu genauso ausgeliefert wie Call, der wieder einmal nicht weiß, wem er vertrauen soll. Sind Meister Josephs Motive doch gerechtfertigt? Ja, was würde Call tun, wenn er seinen besten Freund zurück ins Leben rufen könnte? Es ist spannend und gleichzeitig grausam, Call dabei zuzusehen, wie er ein Mal ums andere eine Entscheidung treffen muss, die für Tamara und Jasper immer schwerer zu tragen wird. Die aufkeimende Liebe zwischen Call und Tamara ist dabei nur ein kurzer Trost, denn die Frage, ob ein einziger Mensch, wenn er die Macht hätte, über Leben und Tod entscheiden sollte. Mit jeder Seite bricht Calls Seele weiter, schließlich ist er noch ein Junge, der sich mit einer der größten ethischen Fragen der Menschheitsgeschichte auseinandersetzen muss.
 
Spoiler !
 
Hier muss ich erwähnen, dass ich das Hörbuch gehört habe, da es in Frankreich nahezu unmöglich war, an ein günstiges Taschenbuch zu kommen. Ich fand, dass die Geschichte diesmal durchaus Hänger hatte, etwa in Meister Josephs Haus vor Aarons Wiederbelebung, und auch während der finalen Schlacht, in der es einige Deus Ex Machina-Momente gab... Die Beziehung zwischen Tamara und ihren beiden sehr verschiedenen Schwester kommt mir ebenfalls etwas zu kurz!
 
3,5 Sterne

Mittwoch, 25. Juli 2018

Rezension: Mondgeflüster in Fella (Lara Kessing)

Deutsche Dystopie

 

Cover

Ich finde die schwarzen Balken oben und unten unnötig, sonst wäre das Cover weniger sperrig und ganz stimmig.
2,5 Sterne

Inhalt

Andra hat sich von den Senk und ihrem besten Freund Lenn losgesagt, doch dann wird Fella von einem Unwetter erschüttert und sämtliche Infrastrukturen brechen zusammen. Die Retter in der Not sind die Senk, die den Wiederaufbau unterstützen und prompt die Macht an sich reißen. Um ihre Tochter zu retten, schicken Andras Eltern sie zu den Senk, doch dort wartet nur Lenns Hass auf sie...
4 Sterne
 

Handlung und Erzählstil

Lara Kessing erzählt hier eine dystopische Geschichte, also eine desaströse Zukunftsvision des erfundenen Landes Fella. Zusammen mit der Protagonistin erlebt der Leser die ersten 30 Tage nach dem Unwetter und begibt sich zunächst in die Höhle des Löwen. Der Schreibstil ist sehr authentisch, oft finden sich Ausdrücke, die wir beim Sprechen verwenden, in der Erzählung wieder. So können wir Andras Gedanken folgen, als wären wir sie selbst. Die Handlung wird, mit einigen drastischen Wendungen, recht flott vorangetrieben, was den Leser durchaus mitreißt. Manchmal vermisse ich sprachliche Feinheiten und Beschreibungen der Charaktere.
3,5 Sterne
 

Charaktere

Andra wird uns als eine selbstbewusste, charakterstarke junge Frau dargestellt - was in ihrer so plötzlich veränderten Welt durchaus notwendig ist. Ich finde es gut, wie die auf den augenscheinlichen Hass ihres besten Freundes reagiert und wie sie sich im Verlauf der Geschichte gegen den starrsinnigen Wedd durchsetzt. Packend ist auch ihr Umgang mit dem Tod, der sie eindeutig trifft, und der letztendlich eine Notwendigkeit wird. Auch ist es interessant zu beobachten, wie aus einer persönlichen Abneigung den Senk gegenüber eine politische Haltung erwächst.
Die anderen Charaktere fallen leider stark hinter Andra zurück. Nennenswert wären noch Nea, die ebenfalls aus obskuren Gründen gegen ihren Willen zur Senkhelferin ernannt wird, und Wedd, der Antisenkführer. Wir erfahren leider nie, warum Nea in das Camp berufen wurde, nur, dass es wohl aus ähnlichem Grund geschah wie bei Andra. Nea ist die gute Seele des ersten Buchdrittels und hilft Andra durch die schwere Zeit mit Lenn bei den Senk. Ihre Aufopferung für die Freiheit ist das, was Nea letztendlich auszeichnet.
Wedd habe ich während des gesamten Buches aus unerfindlichen Gründen wie einen kleinen Kobold vor mir. Vielleicht liegt es an den eher kindischen Auseinandersetzungen mit Andra, der er nicht trauen will. Später erfahren wir durch Sylana, warum das so ist - was irgendwie unerwartet kam, da ich Wedd für älter gehalten hätte... Seine Kabbeleien mit Andra bringen Bewegung in die Antisenk, die bis dato eher low profile abgewartet haben.
3,5 Sterne

Fazit

Bei diesem Buch handelt es sich um den alternativen Einstieg zu Windgeflüster in die Fella-Reihe von Lara Kessing. Ich finde es spannend, auch einmal deutsche Dystopien lesen zu können. Allein aufgrund des Klappentexts, aber auch durch Andras Charakter sehe ich großes Potential in dieser Reihe. Der Wille, eine packende Handlung mit starken, eigenwilligen Charakteren zu liefern, ist unverkennbar. Ein klitzekleines bisschen mehr Personenbeschreibungen wären mit schon recht gewesen und das Gefühl "Andra gegen die Welt bzw. Senk" wirkt leider etwas unrealistisch. Allerdings finde ich es gut, wie sie die Antisenk zur Handlung animiert und ihnen aufzeigt, dass es so nicht weitergehen kann. Um das etwas unglückliche Liebesdreieck mache ich mir ein wenig Sorgen, aber vielleicht wird es im Verlauf der Reihe ja noch mit mehr Leben gefüllt. Als Einstieg finde ich dieses Buch durchaus gelungen, mit etwas Luft nach oben.
3,5 Sterne
 
[Für diese Rezension wurde mir ein freies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension entspricht meiner freien, persönlichen Meinung.]

Kurzrezension: Magisterium 3 (Holly Black & Cassandra Clare)

Bedrohung für die Makaris


(c) Thalia.de
Gebunde Ausgabe: 17,00 €
E-book: 12,99 €
Hörbuch: 8,99 €

Klappentext:

Nachdem Call und seine Freunde unter Einsatz ihres Lebens den Feind des Todes abgewehrt haben, richtet das Magisterium eine Party für sie aus. Statt zu feiern, muss Call jedoch den Angriff eines Chaosbesessenen abwehren. Eigentlich sollte das Wesen im Verließ unter der Schule festsitzen, doch irgendjemand hat es herausgelassen. Es muss im Magisterium jemanden geben, der Call töten will. Oder sind vielleicht sogar beide Makaris in Gefahr? Die Freunde setzen alles daran, um dem Spion in den eigenen Reihen auf die Schliche zu kommen - und bemerken fast zu spät, wer es ist, dem sie auf gar keinen Fall vertrauen dürfen …

Fazit:

Nach Automotones wird noch ein zweiter der Elementargeister auf Call und seine Freunde losgelassen, doch diesmal ist nicht ganz sicher, auf wen es der Feind abgesehen hat. Schließlich treffen der Rat und das Magisterium den Entschluss, Alex' Stiefmutter mit der Bewachung der Verließe der Elementargeister zu betrauen. Doch Call und seine Freunde trauen der ganzen Sache nicht und stellen eigene Recherchen an - dabei treffen sie auf Meister Rufus' Lehrer Marcus und Tamaras Schwester, zwei Verschlungene...
Calls Identitätskrise geht weiter, denn nun muss er um sein Geheimnis fürchten. Wer ist es, der herausgefunden hat, wer er ist, und ihn ein für alle mal vernichten will?
In diesem Buch geht es um Verrat unter Freunden und um den Verlust von geliebten Personen, seien es Freunde oder Kinder, und um verwerte Anerkennung, die einen zu unmenschlichen Taten zwingen kann... Die Geschichte der drei Freunde wird immer düsterer und die Grenzen zwischen Gut und Böse scheinen zunehmend zu verwischen - Feinde aus dem ersten Band entpuppen sich nun als Verbündete und eine lange Freundschaft nimmt ein jähes Ende.
 
4,5 Sterne

Samstag, 21. Juli 2018

Erster Eindruck: Mondgeflüster in Fella (Lara Kessing)

Hallo ihr Lieben!
 
(c) Amazon.de
 
 
Ich bin inzwischen auf Seite 137 des E-Books Mondgeflüster in Fella, dem alternativen Einstieg in die Fella-Reihe von Lara Kessing, angekommen. Hier möchte ich euch meine ersten Eindrücke kurz schildern.
 
  • Das Cover ist sehr einfach, aber es bringt die Stimmung des Buches gut rüber.
  • Das Tempo ist angenehm schnell, so merkt man gleich, dass sich die Ereignisse infolge des Unwetters, das Fella verwüstet hat, überschlagen.
  • Die Übernahme der Gesellschaft durch die Senk nach dem Unwetter ist interessant und bisher noch sehr mysteriös. Ich bin hier gespannt, wie das weitergeht.
  • Allerdings gehen die Charaktere dabei etwas unter. Die Protagonistin und Erzählerin, Andra, ist bisher relativ gut dargestellt, wirkt sympathische und selbst bestimmt, aber über die meisten anderen Charaktere (z.B. Andras Eltern) erfahren wir nur sehr wenig. Ich wurde zwar vorgewarnt, dass ich nicht mit ausführlichen Beschreibungen zu rechnen hätte, aber ein wenig mehr würde ich schon gerne erfahren - aber vielleicht kommt das ja noch!
  • Die Liebesgeschichte von Andra und dem Senk Taar ist etwas... ungeschickt eingeleitet, aber gut, es ist durchaus vorstellbar, dass einen in einer Krisensituation die Gefühle überrumpeln.
  • Bestimmt liegt es nur am Rezensionsexemplar, aber rein linksbündigen Text finde ich furchtbar anstrengend zu lesen. Besonders als E-book.
Der Einstieg lässt bisher auf einen weiterhin spannenden Mittelteil hoffen, in dem wir hoffentlich mehr über die einzelnen Charaktere und die Gruppe der Senk erfahren werden.
 
Ich melde mich bald zurück mit den Eindrücken zum Mittelteil.
 
Liebe Grüße!

Freitag, 20. Juli 2018

Blognews: Worauf ihr euch im Juli/August freuen könnt

Hallo ihr Lieben!
 
Heute stelle ich euch kurz vor, worauf ihr euch in diesem Sommer auf meinem Blog freuen könnt:
 

Read

Ich nehme diesen Sommer an folgenden Leserunden teil:
  • Mein wunderbares Bücherboot von Sarah Henschow auf LovelyBooks
  • Das rote Adressbuch von Andrea Lundberg auf LovelyBooks
Beworben habe ich mich bei folgenden Leserunden (sofern ich nicht teilnehmen kann, werde ich diese Bücher dennoch bis Ende September lesen, denk ich):
  • Bücherkönig von Akram El-Bahay auf Lesejury.de
  • Mädchen auf WhatsApp 2 - immer online von Bärbel Körzdörfer auf Lesejury.de
  • Das Gesetz der Eiche von Jessica van Houven auf LovelyBooks.de
  • Das Glück wartet in Paris von Caroline Grollier auf LovelyBooks.de
  • Die Legende von Atia von Sarah Herweg auf LovelyBooks.de
Ich nehme auch an folgenden Buchverlosungen teil:
  • Das Geheimnis der Papiermacherin von Andrea Bottlinger auf LovelyBooks.de
  • Liebe - lieber nicht von Andy Jones auf LovelyBooks.de
  • 99 Vollwertkost-Rezepte von Mattis Lundquist auf LovelyBooks.de
Ich habe außerdem folgende freien Rezensionsexemplare erhalten:
  • Mondgeflüster in Fella von Laura Kessing (E-book)
Privat habe ich mich außerdem für folgende Bücher entschieden:
  • Die Rubinrote Königin von Royce Buckingham
  • Mätressenspiel von Martha Sophie Marcus
  • Das Geschenk eines Sommers von Gabriele von Braun

 

Eat

Passend zum Sommer wird es immer wieder sommerliche Rezepte mit Gemüse aus dem eigenen Garten geben.
 
Außerdem teste ich den Foodtrend "Veggie Bowls" anhand dieses Buches:
  • Bols veggie - super sain von Virginie Robichon
 
 

Live

Es gibt, wie bereits angekündigt, ein kleines Reisetagebuch mit Tipps und Tricks zu meiner Skandinavien-Reise Anfang Juli.
 
Mit einer Freundin besuche ich am Donnerstag, den 26.07., die französischen Meisterschaften im Reiten - und nehme euch ein wenig mit.
 
Im Augenblick absolviere ich neben meinem Masterstudium noch das Fernstudium "Natur- und Umweltpädagogik" des ILS. Ich habe mir vorgenommen, nach der Bearbeitung der ersten 3 Studienhefte eine kleine Zwischen-Review zu machen. Vielleicht gibt es auch einen Post zu Lerntechniken...
 
Ich werde mich diesen Sommer auf mit dem Zeit-Seminar zum Thema Islam befassen und euch eine kleine Review schreiben.
 
Und schließlich werde ich mich auf mein 3. Semester im Master vorbereiten und euch auch hier ein paar Einblicke gönnen.
 
 
Liebe Grüße!

Mittwoch, 18. Juli 2018

Kurzrezension: Magisterium 2 (Holly Black & Cassandra Clare)

Kann Callum seinem eigenen Vater vertrauen?


(c) Thalia.de
Gebundene Ausgabe: 16,99 €
Taschenbuch: 8,90 €
E-book: 12,99 €
Hörbuch: 8,99 €

Klappentext:

Callum hat am Ende des ersten Schuljahrs die erste Pforte durchschritten: Nun kann ihm niemand mehr seine Zauberkräfte nehmen. Das zweite Schuljahr steht an, doch schon wieder liegt das größte Abenteuer für Call außerhalb des Magisteriums. Er muss herausfinden, welche Rolle sein Vater Alastair bei all dem gespielt hat, was kurz nach Calls Geburt beim Eismassaker passiert ist. Kann es sein, dass Alastair ein Verbündeter des Feindes ist? Was bedeutet das für Callum? Und wem kann er jetzt überhaupt noch vertrauen?

Fazit:

Callum kehrt im 2. Band gegen den Willen seines Vaters Alastair ins Magisterium zurück, jedoch mit einigen Zweifeln. Zum einen hatte es den Anschein, als würde sein Vater ein finsteres Ritual planen, in dem Havock geopfert werden soll. Zum anderen plagen Call Selbstzweifel, die ihn dazu treiben eine "Evil Overlord Liste" anzufertigen, in der er sein eigenes Verhalten als gut oder böse bewertet. Für den heranwachsenden Jungen, der das eine oder andere Mal schwindelt, ist das keine einfache Sache. Wir können hier Calls Zweifel, ob er wirklich er selbst oder doch der Feind des Todes ist, als eine Metapher der Selbstfindung im Erwachsenwerden sehen. Sehr schön gemacht.
Die Handlung wird von den beiden Autorinnen auch stetig vorangetrieben, als sich die drei Freunde auf die Suche nach Alastair machen, der wegen dem Diebstahl eines gefährlichen Artefakts festgenommen werden soll. Dabei werden sie von einem Elementargeist angegriffen, der vom Magisterium gesandt wurde, und stoßen gleichzeitig auf Briefe, die auf eine Abmachung zwischen Alastair und Master Joseph hindeuten...
Sehr, sehr spannend. Wem kann Call trauen: seinen Freunden, seinem Vater, dem Magisterium, sich selbst? Eine wunderbare Geschichte des Erwachsenwerdens in einer phantastischen Welt. Die Freundschaft der drei Jugendlichen rührt dem Leser stets das Herz.
 
4,5 Sterne

Dienstag, 17. Juli 2018

Rezension: Das Blaue Medaillon (Martha Sophie Markus)

Die Masken der Gesellschaft

(c) Thalia.de
Taschenbuch: 11,00 €
E-Book: 8,99 €
 

 Klappentext

 An einem einzigen Tag gerät Alessas Leben völlig aus den Fugen. Ihre Tante stirbt, kurz nachdem sie ihr ein geheimnisvolles Medaillon gegeben hat. Am selben Abend wird ihr Großvater ermordet, der sie nach dem Tod ihrer Eltern großgezogen und zur Diebin ausgebildet hat. Alessa selbst entgeht nur knapp einem Anschlag und flieht mit Mühe und Not aus Venedig. Ihr Ziel: Celle, wo ihr einziger verbliebener Verwandter lebt. Doch auch hier, am Hof des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg, ist sie nicht sicher. Der Mörder ihres Großvaters ist ihr dicht auf den Fersen, und er ist nicht der Einzige, der es auf das Medaillon abgesehen hat.

Cover

Das Cover ist schlicht und gleichzeitig ein wenig mysteriös. Leider spielt es nur auf den Teil am herzoglichen Hof an, ich hätte es gerne etwas düsterer gehabt, schließlich bangt Alessa ja um ihr Leben...
 
3 Sterne

Inhalt

Alessa gehört nicht unbedingt der ehrlichsten Gesellschaftsschicht Venedigs an: von ihrem Großvater lernt sie, wie man stiehlt, und von ihrer Tante, wie man schauspielt. Als diese beide Ankerpersonen jäh aus Alessas Leben gerissen werden, bleibt ihr keine andere Wahl, als aus Venedig zu fliehen - und dies, mit einer Schauspieltruppe. Unter falschem Namen und mit ihren wenigen verbliebenen Habseligkeiten reist sie Richtung Norden, bis an den Hof des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg. Wird ihr Cousin sie erkennen und ihr helfen? Meinen die Schauspieler es wirklich gut mit ihr? Schafft Alessa es, ihrem mörderischen Verfolger zu entkommen? Und wie fügt sich der hübsche Gardist in all das? Niemand ist wirklich der, der er zu sein scheint.

5 Sterne

Erzählstil

Martha Sophie Marcus hat eine sehr lebendige Art zu schreiben. Alessa kommt dem Leser von der ersten Seite an wie eine beste Freundin vor, die man seit Kindertagen kennt. Im Nu ist man mit ihr auf den Dächern Venedigs unterwegs, spürt ihren Herzschlag, als sie ihren Häschern entwischt oder als sie Arthur in die Augen blickt. Die Kapitel aus Alessas Sicht sprühen vor Lebensfreue, festem Willen und der italienischen Leichtigkeit. Arthurs Kapitel hingegen sind ein gutes Spiegelbild, eine ruhige, geradlinige, typische deutsche korrekte Pause von Alessas Quirligkeit. Die Spannung bleibt stets aufrechterhalten und gleichzeitig sieht man sich regelrecht in der historischen Epoche.

4,5 Sterne

Charaktere

Wie gerade erwähnt, überzeugt das Buch mit der Dualität zwischen der lebendigen Italienerin, die nicht so ganz vom Stehlen ablassen kann, und dem aufrichtigen Arthur von Kühne. Auch wenn es sich natürlich um Stereotypen handelt, wirken die beiden Hauptcharaktere kein bisschen überzeichnet, sondern eher liebevoll beschrieben. Ich kann mir beide bildlich vorstellen und würde mit ihnen gerne noch mehr Zeit verbringen.
Auch die Nebencharaktere wirken lebensecht. Sie fügen sich gut in die Zeit des Romans ein und jeder einzelne ist eine unabhängige Einheit, mit seinen besonderen Eigenheiten.

4,5 Sterne

Fazit

Ein sehr gelungener, kurzweiliger und doch sehr emotional bewegender historischer Roman! Ich freue mich, noch weitere dieser Schätze aus der Feder der Autorin zu entdecken!

4,25 Sterne

Mittwoch, 4. Juli 2018

Rezension: Magisterium 1 (Holly Black & Cassandra Clare)

Von leuchtenden Pilzen und Moosen, die wie Steak schmecken


(c) Thalia.de
Taschenbuch: 8,90 €
Gebunden: 14,99 €
eBook: 8,99 €
Hörbuch: 7, 99€


Vielleicht bin ich schon zu alt für dieses Buch, vielleicht auch nicht... Nein, man ist nie zu alt für so phantasievolle Geschichten, wie sie uns von Holly Black und Cassandra Clare geboten werden!

Vorneweg: bravo! Bravo für eine Geschichte, die es geschafft hat, mich selbst auf Französisch in ihren Bann zu ziehen. Meine zweite Muttersprache, aber keine Sprache, die ich jemals lernen wollte. Dementsprechend habe ich bisher nur Schullektüren auf Französisch gelesen. Aber nun war ich doch am Dürsten nach neuem Lesestoff und betrat voller Tatendrang in Straßburg die Internationale Buchhandlung, in der Hoffnung, ein Buch auf Englisch zu finden, das mich durch die langweilige Woche tragen würde. Nun, "international" scheint nicht zwangsweise "mehrsprachig" zu bedeuten, wie ich mit Horror feststellen musste. Aber nun gut. Ich brauchte Lesestoff, und immerhin gab es eine Fantasy-Abteilung. Mit dem 4. Band von Magisterium. Ja, und der erste? Im hintersten Eck, ganz unten vergraben fand ich ihn dann - und er war alle Mühe Wert!


Cal ist ein zwölfjähriger Junge, der hinkt und nicht sonderlich beliebt ist bei seinen Klassenkameraden. Er hat eine Einladung bekommen, am Aufnahmetest für das Magisterium teilzunehmen, und sein Vater macht keinen Hehl daraus, dass er nicht will, dass sein Sohn eine Schule für Zauberei besucht. Warum, weiß Cal nicht, aber er tut sein bestes, um den Test so richtig in den Sand zu setzen. Was ihm auch gelingt. Dennoch geht der Schuss nach hinten los und Cal muss zusammen mit Tamara und Aaron bleiben, um sich von Meister Rufus unterrichten zu lassen.

Das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Charakteren ist, wie wir es von Cassie und Holly kennen, auf den Punkt gebracht. Man lernt sofort, die einen zu lieben, und die anderen etwas skeptischer zu betrachten. Jasper zum Beispiel. Und die Meister natürlich, die mich sehr an die Magier aus Kathleen Dueys "Skin Hunger" erinnern (absolute Leseempfehlung!).

Auch die Welt von Magisterium ist wundervoll durchdacht. Der Kontakt zu unserer Welt besteht und doch ist die Welt von den Höhlengänge eine ganz andere, die an jeder Ecke ihre Geheimnisse birgt.

Langsam beginnt Cal, sich im Magisterium einzuleben, und denkt immer mehr, dass sich sein Vater vielleicht doch geirrt hat. Oder etwa nicht? Was hat es mit dem Armband eines Schülers aus dem 4. auf sich, das sein Vater Meister Rufus zur Warnung geschickt hat? Und wird es den Meistern gelingen, einen neuen Makar - Magier des Chaos' - und den neuen Lehrlingen zu finden, der sich gegen den Feind des Todes erwehren kann?

[Diese Rezension findet ihr ebenfalls unter meinem Pseudonym _serafina_ auf Lesejury: http://www.lesejury.de/rezensionen/deeplink/131059/User]

Mittwoch, 27. Juni 2018

Rezension: Zum Teufel mit der Liebe (Benne Schröder)

Das Alkoholproblem

(c) Thalia.de
Taschenbuch: 10,00 €
eBook: 8,99 €


Versteht mich nicht falsch, dieses Buch ist sehr unterhaltsam. Aber ich kann und will es nicht besser bewerten, da es, meiner Ansicht nach, Alkohol als die Lösung sehr vieler Probleme verherrlicht. Beziehungsweise, Chardonnay.


Den ersten Band von Catalea Morgensterns Geschichte hab ich dank der Lesejury in einer Leserunde kennengerlernt. Auch damals habe ich das Alkoholproblem bereits angemerkt, aber die meisten anderen Teilnehmer haben es mit "das gehört nun mal als Sünde zu der ganzen Höllen-Geschichte dazu" abgetan. Und ich dachte mir: "Okay, ja, soooo schlimm war es auch gar nicht." Die Kombination aus Markennamen und Cataleas Unfähigkeit, trotz Schmerzen und Unpraktikabilität auf High Heels zu verzichten, waren damals noch nervtötender.

Nun hat es sich aber umgekehrt.


Catalea Morgenstern hält sich im ersten Kapitel eine Pistole an den Kopf, weil es nun mal nicht anders geht, ihren Vater Luzifer als Vorstand der Firma zu ersetzen: sie muss sich erstmal ins Jenseits katapultieren. [Hier bitte schweren Seufzer einbauen.] Ja, ja, es macht Sinn mit der Geschichte, aber ist es nicht auch eine Verherrlichung des Selbstmordes? Ich bin zu kritisch, oder?

Ich liebe Cataleas und Timurs Humor, ihre Beziehung, und auch die ganze Konzeption der Firma ist genial. Sogar die Hauptstory um die Revolten im neunten Kreis, die Attentate auch Catalea und Jans nervende Auftritte finde ich, für einen Liebesroman, gar nicht mal so übel.

Wäre da nicht Cataleas unablässiges Lechzen nach Chardonnay. Ja, sie ist die Teufelin. Und ja, normales Wasser tut's dann nicht mehr. Das kann ich alles verstehen. Aber es muss nicht in jedem einzelnen Kapitel als Lösung für einen Streit mit Timur, für Jans Auftauchen, für ein Treffen mit den Sieben, für einen Anschlag auf ihre Person... etc. als Lösung dienen. Nein!

[Diese Rezension findet ihr auch unter meinem Pseudonym _serafina_ auf Lesejury: http://www.lesejury.de/rezensionen/deeplink/131063/User]

Mittwoch, 20. Juni 2018

Rezension: Speak (Laurie Halse Anderson)

Unumgehbar!

 
(c) Thalia.de
Taschenbuch: 7,99 €
Gebunden: 14,99 €
eBook: 2,49 €
Hörbuch: 41,99 €



"Sprich" erzählt die Geschichte von Melinda, die nach einer von der Polizei beendeten Party, von der ganzen Schule als schräge Spaßverderberin gemieden wird. Zurecht? Melinda schweigt, zieht sich zurück, verstümmelt sich, schwänzt die Schule. Nur langsam kommt die wahre Geschichte ans Licht.

Erzählstil:
Wir verfolgen die Geschichte aus Melindas Perspektive, was unsanfte Einblicke in ein aufgwühltes, zerrüttetes Mädchen liefert. Ein Schicksal, das wir niemandem wünschen würden. Laurie Halse Anderson schafft es, den Leser in Melindas bedrückender, eingeengter Realität zu fesseln, bis man nur noch schreien möchte "Helft ihr doch, ihr blinden Kinder!"
5 Sterne

Charaktere:
Vom beliebten Mädchen zur meistgemiedenen Verrückten - Melinda fügt sich in ihre neue Rolle, als würde sie es gar nicht anders wollen. Nur langsam versteht der Leser, dass sie zu verletzt ist, um sich mit Worten gegen die Misschatung ihrer Mitschüler zu wehren.
David ist mein kleiner Sonnenschein in diesem Buch. Er beweist, dass Streber ein großes Herz besitzen und manchmal mehr sehen, als andere.
Melindas Eltern und die meisten Lehrer sind eine grausame aber leider wahre Darstellung der Realität. Erwachsene müssten viel mehr auf die kleinen Veränderung im Leben von Jugendlichen achten. Einfühlsamer sein. Nicht alles wie eine pubertierende Phase abtun.
5 Sterne

Inhalt:
Dieses Buch ist keine leichte Kost. Es sprich Mobbing, sozialen Ausschluss und Vergewaltigung an. Alles Themen, vor denen wir unsere Kinder gerne bewahren würden. Aber sie sind auch wichtig, damit unsere Kinder verstehen, dass es manchmal nicht einfach ist, einen Gefühlszustand zu erklären, oder wie sehr mangelnde Aufmerksamkeit einen Menschen verletzen kann.
5 Sterne

Fazit:
Ein starkes, bedrückendes Buch. Melindas Schrei wirkt auch für den Leser wie ein Befreiungsschlag.
5 Sterne

Empfohlen

GTB #7: zum ersten Mal Süßkartoffeln!